Mittlerer Schulabschluss bei uns
15/01/2020
Kinderbuchautorin Margit Auer zu Gast in der Stadtbücherei
13/02/2020

Besuch des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth

Am 28.01.2020 fuhren die 9. Klassen der Mittelschule Baunach mit dem Bus nach Mödlareuth ins Deutsch-Deutsche Museum.
Die Amerikaner nannten das kleine Dorf ,,Little Berlin“, da es über 37 Jahre lang nicht möglich war die Grenze legal zu überschreiten, um von dem einen in den anderen Ortsteil zu gelangen. Mit der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 gehörte nun der Ostteil Mödlareuths zum Territorium der DDR, der Westteil zu dem der Bundesrepublik. Anfang Juni 1952 begann die erste „Zwangsaussiedlung“. Tausende von DDR-Bürgern wurden ins Hinterland umgesiedelt und ihre Häuser wurden zum Teil dem Erdboden gleich gemacht. Einzelne Häuser, aber auch ganze Ortschaften wurden abgerissen und die Bewohner aus dem DDR-Grenzgebiet ausgesiedelt.
So wurde mit einem Holzzaun, der größer war als die Bürger, die totale Abgrenzung der beiden Ortsteile eingeleitet. Jahrelang wurden die beiden Dorfteile mithilfe von verschiedenen Zäunen getrennt, bis 1966 der Bau einer Mauer begann. Nicht nur der Weg, sondern auch der Blickkontakt zwischen Ost und West sollte durch diese Betonwand verhindert werden. Viele DDR-Grenzgruppen standen vor der Mauer, damit niemand auf die andere Seite konnte. Sogar Minen wurden in der Erde vergraben. Am 9. Dezember 1989, genau einen Monat nachdem die Mauer in Berlin gefallen ist, wurde der Grenzübergang in Mödlareuth geöffnet.
Am 17. Juni 1990 wurde die Betonwand schließlich abgerissen. Ein Stück dieser Mauer, Wachtürme, historische Autos und noch weitere originale Gegenstände sind in Mödlareuth im Deutsch-Deutschen Museum und im Außengelände erhalten geblieben und zu besichtigen. Nach einer ausführlichen Besichtigung des Museums und einer emotionalen geschichtlichen Erfahrung fuhren die Klassen wieder nach Baunach.
Tina Baum, Elisa Fiori (M9)