Achtklässler auf den Spuren der „Baunach-Allianz“
28/09/2018
Verleihung des Profils Sport-Grundschule
15/10/2018

Besuch des Konzentrationslager in Dachau

Im Vorfeld des Besuchs machten sich die Schüler im GSE-Unterricht Gedanken, ob der Besuch von Gedenkstätten zeitgemäß ist und wenn ja, welchen Sinn ein Besuch hat. Der Großteil der Schüler spricht sich für den Besuch aus. Hier einige Statements:

„Meiner Meinung nach sollte jeder etwas über die Zeit wissen und auch das KZ besuchen. Wir sind natürlich eine neue Generation aber wir sollten alle etwa s darüber wissen. Außerdem soll jeder wissen was damals alles passiert ist.“
„Ich finde es gut, weil es was komplett anderes ist sich alles selbst anzusehen als in Büchern oder Filmen. So kann man es evtl. sogar besser verstehen und es wird einen noch mehr klar, wie schlimm es damals war.“
„Ich finde es sinnvoll, weil man so mehr lernen kann, wie wenn man nur in Büchern liest und sich Texte aufschreibt und auswendig lernt.“
„Ich finde es sinnvoll eine Gedenkstätte zu besuchen, weil man was von damals aus der Geschichte lernen und erfahren kann.“
„Das was damals passiert ist, war klar schrecklich und dass die Jugendlichen damit manchmal mehr zu tun haben wollen oder weniger, weil es vielleicht langweilig ist, ist verständlich. Aber ich finde man sollte sich zumindest einmal mit der Vergangenheit auseinandergesetzt haben.“
„Ich finde es wichtig das man sich das KZ anschaut, weil man wissen sollte was dort früher passiert ist.“
„Es ist in meinen Augen wichtig solche Gedenkstätten zu besuchen, um mehr über die Vergangenheit zu erfahren. Ich glaube auch, dass man sich an solchen Orten am besten eine eigene Meinung bilden kann. An solchen Orten sind schließlich auch wichtige historische Ereignisse geschehen.“

Daraufhin besuchten die Klassen 9a und M9a das Konzentrationslager in Dachau. Dort war eine Führung gebucht, das Museum wurde besucht und einen Film wurde angeschaut. Nach dem Besuch des Konzentrationslagers haben die Schüler den Besuch Revue passieren lassen und ihre Gefühle formuliert:

„Ich fand es sehr traurig das Krematorium zu sehen, weil da tausende von Leuten umgebracht wurden, genau da wo wir waren. Und in den Gaskammern kriegt man sofort Gänsehaut, weil das einen richtig berührt.“
„Am Eingangstor wurde mir bewusst, dass viele unschuldige Menschen damals eingesperrt wurden - ohne einen wirklichen Grund. Ich habe mir vorgestellt wie die Menschen - alleine von der Familie und von Zuhause weggerissen - sich gefühlt haben.“
„Es war sehr schlimm für mich, wo ich vor der Gaskammer stand und das Wort „Brausebad“ gelesen habe. Sie haben die Menschen verarscht von vorne bis hinten.“ „Als uns der Leiter davon erzählte, dass man im KZ `Strafhängen` musste, war ich schon echt geschockt, weil die Vorstellung wie man da hängt und seine Arme ausgekugelt sind ist schon echt hart.“
„Ich fand es, als ich im KZ Dachau war, hatte ich ein komisches Gefühl. Mir war es sehr unwohl, als ich mich im Gelände bewegte. Aber das `unwohlste` Gefühl hatte ich in der Gaskammer. Ich wollte nur raus, da ich wusste, dass hier Menschen gestorben sind.“
„Der Apellplatz ist größer als gedacht. Über den Platz zu laufen und zu wissen was dort angestellt wurde war ein komisches Gefühl.“
„Die Behandlung war grauenvoll.“

Im Unterricht sprachen die Schüler auch darüber, was sie selbst dazu beitragen können, damit solche Verbrechen nie mehr in Deutschland passieren. Einige Gedanken und Ziele im Umgang miteinander:

„Homosexuelle, Leute anderer Religionen oder Herkunft, anders aussehende Menschen oder auch andere Meinungen akzeptieren.“
„Sich für andere Leute einsetzen.“
„Andere Meinungen anhören und akzeptieren.“
Klassen 9a und M9a