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Gerichte aus Omas Kochbuch

Gerichte aus Omas Kochbuch

Expertenbesuch in der Klasse 8 R/M (BoZ Soziales)
Am Mittwoch, den 22.02.2017 besuchten uns außerschulische Experten im Soziales-Unterricht. Wir befanden uns in der Sequenz „Gerichte aus Omas Kochbuch“ und in dieser Unterrichtsstunde ging es um „Ausgezogene Krapfen“!
Die Experten waren die „Krapfen-Back-Crew“ von Frau Büttel. Ihre Mutter, Oma und zwei Tanten backen jedes Jahr zu einem gegebenen Anlass ausgezogene Krapfen. An diesem Tag waren sie zu Besuch bei uns.
Zu Beginn hörten wir einen Kurzvortrag von einer Mitschülerin zum Thema Krapfen. Sie erklärte uns regionale und begriffliche Unterschiede über den ausgezogenen Krapfen und zeigte uns die Unterschiede zwischen diesen und den Faschingskrapfen!
Anschließend teilten wir uns in vier Gruppen auf und gingen in die Küche, in der schon alles für uns vorbereitet war. Die Experten stellten sich vor, jeder von ihnen begab sich zu einer Schülergruppe um uns zu unterstützen. Dann ging es los!
1. Teigherstellung: Die Krapfen-Oma erkläre und zeigte uns wie man den speziellen Teig herstellt. Anschließend gingen wir in unsere Küchen und stellten den Teig her. Die Teigherstellung war für uns kein Problem, da wir es vom regulären Unterricht kannten.
2. Teig ausstechen und werkeln: Wir trafen uns wieder in einer Küche und Frau Mühldorf zeigte uns, dass man kleine Teigklöße aus dem hergestellten Teig mithilfe eines Löffels aussticht. Danach wurden die Klöße mit der Hand „gewerkelt“ (= den Teigkloß mit einer Hand auf der Arbeitsfläche zu einer Kugel rollen). Alle anderen Gruppen führten diesen Schritt auch mit ihrem Teig aus! Manche von uns hatten leichte Probleme beim Werkeln, was nicht weiter schlimm war, denn wir haben uns wunderbar gegenseitig unterstützt! Diejenigen, die dafür ein nicht so gutes Händchen hatte, haben dafür in den anderen Herstellungsschritten glänzen können. 3. Teig ruhen lassen: Anschließend wurden die gewerkelten Teigklöße auf eine mit Baumwolltuch und Folie bedeckte Styroporplatte gelegt und zugedeckt. Der Krapfenteig, welcher ein Hefeteig ist, musste ruhen (=gehen). In dieser Wartezeit informierten wir uns über die Geschichte/Herkunft, Geschmack/Eigenschaften und Bedeutung der ausgezogenen Krapfen. Diese Informationen präsentierten wir anschließend mithilfe eines Plakats, Stichpunkten an der Tafel und mit Schriftstreifen. So lernten wir nicht nur praktische Inhalte, sondern kennen nun auch den theoretischen Hintergrund.
4. Teig ausziehen: Dazu gibt es spezielle Holzböcke, die auf der einen Seite abgerundet sind. Die Hände werden gefettet und anschließend wird der Hefekloß vorsichtig gezogen und über den Holzbock gezogen. Dann „kitzelt“ man vorsichtig den Teig mit den Fingerspitzen. Die große Kunst dabei ist, dass der Teig mittig ziemlich dünn ausgezogen wird und am Rand dick bleibt – und es dürfen keine Löcher entstehen. Wir trauten uns zunächst nicht so richtig, aber nach mehreren Anläufen dann, hat es geklappt!
5. Krapfen ausbacken: Das war ein nicht so einfacher Schritt, da wir es mit heißem Fett zu tun hatten. Anfangs haben jeweils die Experten in den Gruppen das Ausbacken übernommen, aber dann mussten wir ran. Nach vorsichtigem Herantasten war es kein Problem mehr und wir backten die Krapfen aus, als hätten wir noch nie was anderes gemacht! Als die ersten Ergebnisse da waren, durfte natürlich eine „Nasch-Pause“ nicht fehlen. Frau Büttel hat 2 Krapfen gezuckert und klein geschnitten und die kleinen Kostproben an uns verteilt. Ab diesem Zeitpunkt waren wir voller Euphorie und Ehrgeiz den besten Krapfen auszuziehen und auszubacken. Und dann kamen sowohl optisch als auch geschmacklich traumhafte Krapfen heraus.
Wir haben durch die Experten einen Einblick in diese alte Tradition bekommen, außerdem haben wir auch interessante und wissenswerte Informationen über den Brauch erarbeitet. Letztendlich hatten sowohl wir als auch die Experten super viel Spaß an der Sache und konnten uns über einen großen Lernzuwachs freuen.
Klasse 8 R/M