Schülerlotsenehrung
09/01/2020

Mittlerer Schulabschluss bei uns

Ich bin Schüler/in der 6. Klasse. Welche Möglichkeiten habe ich, um die Mittlere Reife zu bekommen. Welche Noten braucht mein Kind, um in den M-Zug an der Mittelschule Baunach zu kommen? Fragen, die am Donnerstag, den 09.01.2020 im Rahmen eines Informationsabends in der Mittelschule Baunach beantwortet wurden.
Dazu eingeladen waren alle Schülerinnen, Schüler und Eltern des Mittelschulverbunds Oberes Maintal, bestehend aus der VG Baunach, der VG Breitengüßbach und den Gemeinden Rattelsdorf und Zapfendorf.
Die Lehrkräfte Frau Rosanna Mühlbach-Griebel und Herr Thomas Förtsch informierten die zahlreich anwesenden Gäste über den Mittlere-Reife Zug an der Mittelschule Baunach. Sie hoben deutlich hervor, dass die Berufsorientierung ein zentraler Schwerpunkt an dieser Schule sei.

In jeder Jahrgangsstufe finden hier Maßnahmen statt, die aufeinander aufbauend den Schülerinnen und Schülern den Weg in die Berufswelt ebnen sollen. Auch verfügt die Mittelschule Baunach über zahlreiche Kooperationspartner, die aktiv in das Schulleben eingebunden werden, nicht zuletzt bei der alle zwei Jahre stattfindenden Berufsmesse, die die Schule Baunach veranstaltet. Der Unterschied zum Regelzug der Mittelschule spiegelt sich in dem Begriff „erhöhtes Anforderungsniveau“ wieder. Das bedeutet, dass sich im M-Zug der Unterrichtsstoff ausweitet, die gestellten Aufgaben komplexer werden und sich z.B. auch das Arbeitstempo erhöht. So steigt stetig das Niveau an, so dass die Schülerinnen und Schüler am Ende den Mittleren Schulabschluss gut auf die Mittlere Reife Prüfung vorbereitet sind. Dieser Abschluss ist im Vergleich zur Realschule nicht gleichartig, aber gleichwertig. Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler sich jederzeit auf Stellen bewerben können, die einen mittleren Schulabschluss voraussetzen. Ihnen steht aber somit auch der Weg an eine weiterführende Schule wie z.B.: die FOS (Fachoberschule) offen.
Rektor Rudolf Hennemann stellte dar, dass sich auch die Schule Baunach auf den Weg gemacht hat, das eigens erarbeitete Medienkonzept aktiv umzusetzen. Ziel dieses Konzepts ist es, dass jede Schülerin, jeder Schüler mit den gleichen Programmen arbeitet und auf diese an jedem Ort mit jedem Endgerät zugreifen kann. So ist es möglich, dass z.B. an Aufgaben, die in der Schule im Computerraum begonnen wurden, zu Hause weiterbearbeitet werden kann. Schülerinnen und Schüler können jederzeit auf ihre Daten zugreifen und sogar ortsunabhängig miteinander kooperieren. Die arbeitspraktischen Fächer Technik, Wirtschaft und Soziales spielen für die Berufsorientierung eine sehr wichtige Rolle. Deswegen wurden sie auch von unseren Schülerinnen und Schüler persönlich vorgestellt. Diese referierten über die Inhalte des Faches, präsentierten Werkstücke und erklärten auf welche Berufe ihr Fach vorbereiten kann.

Rektor Rudolf Hennemann wies diesbezüglich darauf hin, dass es in der 9. Jahrgangsstufe noch die Arbeitsgemeinschaften AG Handwerk, die Schülerfirma „sweet and fresh“ und das Fach Informatik gäbe, so dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hätten, ihren Erfahrungshorizont zu erweitern, was wiederum für die Berufsorientierung bedeutsam sei.
Zum Abschluss kamen Genevieve, Stefan, Lilly und Chiara, die an unserer Schule den M-Zug besucht hatten. Dadurch wurden die vorher vorgestellten Möglichkeiten und Vorteile, die der Besuch des M-Zuges an der Mittelschule Baunach mit sich bringen kann, greifbar und direkt erfahrbar.
So berichtete Genevieve, dass sie derzeit als Hotelfachfrau eine Ausbildung mache. Sie sei nach der 9. Klasse von Zapfendorf in die 9. Klasse des M-Zugs nach Baunach gewechselt. Ein Beispiel dafür, dass auch ein späterer Wechsel in den M-Zug erfolgreich sein kann.
Stefan erzählte, dass er gerade eine Ausbildung im Bereich Maschinenbau mache und ihm das Fach Technik als Vorbereitung auf diese Ausbildung sehr geholfen habe. Er bedankte sich ausdrücklich bei seinem ehemaligen Fachlehrer Herrn Benjamin Roderer dafür, dass dieser z.B.: immer viel Wert auf Genauigkeit und Sauberkeit gelegt habe. Auch die Teamarbeit im Bereich der Projektprüfung sei in seiner Ausbildung sehr hilfreich.
Lilly und Chiara machen eine Ausbildung zur Kranken- und Gesundheitspflegerinnen. Sie brachten sogar eine gemeinsame Präsentation mit, die deutlich macht, wie sehr ihnen diese Arbeit, die zugegebenermaßen nicht immer leicht ist, gefällt. Überzeugend stellten sie dar, dass sie sich mit diesem Beruf, den sie ohne den Mittleren Schulabschluss in Baunach nicht erreicht hätten, stark identifizierten.
Abschließend standen Rektor Rudolf Hennemann und die weiteren Kollegen für Fragen zur Verfügung. Herr Hennemann wies darauf hin, dass die Anmeldung für den M-Zug in der Woche nach dem Zwischenzeugnis stattfinde. Die genauen Informationen zu den Übertrittbedingungen können die Eltern jederzeit auf der Schulhomepage www.schulebaunach.de nachlesen.