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Schulrätetagung in der Grund- und Mittelschule Baunach
06/11/2017

Schülerbericht: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Flossenbürg

Am 20.09.2017 fuhren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9m in die Oberpfalz nach Flossenbürg. Im Rahmen des GSE – Unterrichtes wollten wir eine KZ- Gedenkstätte besichtigen.
Auf der zweistündigen Fahrt dorthin dachten wir uns erst mal nicht viel dabei, denn wir konnten uns nicht so richtig vorstellen, was an diesem Ort in der Vergangenheit passiert war. Wir hatten zwar im GSE- Unterricht einiges über die NS-Zeit und den Holocaust von unseren Lehrern erfahren, aber vielleicht hatten wir auch nicht wirklich zugehört. Als wir dann vor Ort erfuhren, dass hier Männer und Frauen misshandelt und zur Arbeit gezwungen wurden, haben wir es viel besser verstanden. Und als wir dies alles hörten liefen einigen von uns Tränen in die Augen. Wir erfuhren, wie die Häftlinge schon bei der Ankunft im Lager ihre Kleidung und alles was sie besaßen abgeben mussten. Sie standen vollkommen entblößt da, egal bei welchem Wetter. Egal ob Schneesturm, Regen oder glühende Hitze, sie mussten stehen. Viele überlebten somit nicht mal den ersten Tag im Lager. Die SS-Leute hatten die Häftlinge nicht mal wirklich angefasst, dass einzige, was sie taten, sie saßen in ihren Wachtürmen und hinderten sie daran zu fliehen. Die SS zwang die anderen Häftlinge dazu, die Neuankömmlinge zu „begrüßen“. Die Begrüßung stellten wir uns nicht so schrecklich vor, wie sie war, denn die Neuankömmlinge wurden zur Begrüßung von den anderen Häftlingen verprügelt und dann eine Treppe hinunter geführt. Dort unten in dem Gebäude wurden ihnen rücksichtslos alle Haare abrasiert und sie bekamen eine Nummer. Sie hatten damit keine Namen mehr, sie hatten nichts mehr. Die SS tat dies, weil sie wollten, dass die Häftlinge sich nicht voneinander unterschieden. Sie wollten ihnen damit ihre Ehre nehmen. Die Gefangenen sollten nichts mehr besitzen, an das sie sich hätten festhalten können.
Wir besichtigten auch das Krematorium, das außerhalb des Lagers im so genannten „Tal des Totes“ lag. Der Anblick des Verbrennungsraum und des kalten, nackten Steintisch im Vorraum war für viele wirklich schrecklich. Zum Ende hin liefen wir an den Gräbern vorbei, wo bis zu 70 000 Häftlinge die letzte Ruhe fanden.
Am Anfang hatten wir uns dies alles nicht richtig vorstellen können, was dort Schreckliches passierte, doch nach dem Aufenthalt dort, weinte man innerlich und hoffte, dass so etwas Schreckliches nie mehr geschieht.
Sarah Hengst, 9M