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Südafrika-Tag an der Mittelschule Baunach

Am Mittwoch 29. November 2017 erlebten die 9. und 10. Klassen vier Englischstunden der besonderen Art. Der Tag stand unter dem Motto „South Africa“. Debbie Grüber, eine Südafrikanerin, sorgte als Native Speaker für ein englischsprachiges Highlight an der Schule.
Beeindruckende Aufnahmen gaben den Schülern einen Einblick in die variantenreiche Tierwelt, wobei die „big five“ natürlich nicht fehlen durften. Vor allem „baboons“ gelten als die räuberischen Affen auf den Straßen Südafrikas, von denen sich besonders Touristen in Acht nehmen sollten.
Nachdem die Referentin während der Zeit von Apartheid aufgewachsen ist, war es sehr emotional, als sie von ihren persönlichen Erlebnissen berichtete, welches Schicksal ihrer Familie widerfuhr. So hatte sie die Schüler bei sich und knüpfte an den geschichtlichen Vorkenntnissen der Schüler an.
Ein geographischer Überblick von Kapstadt, Robben Island, Table Mountain über besondere Küstenabschnitte im Süden bis hin zur Kultur des Landes gab den Schülern bleibende Impressionen.
Ebenso die Lebensverhältnisse und der Unterschied zwischen Arm und Reich wurde klar deutlich. Es herrscht dort eine so hohe Kriminalitätsrate, dass selbstverständlich Fenster und Türen von den Häusern vergittert sind und bewaffnetes Sicherheitspersonal an Eingängen von Einkaufszentren steht. Selbst ein Schulweg von 100 Metern kann ohne Begleitung von Eltern nicht bewältigt werden. Doch egal welcher Abstammung, nichts geht den Südafrikanern über ihre Familie. Beeindruckt waren die Schüler über die Vorgaben bzw. Unterschiede und Regeln im südafrikanischen Schulsystem. So ist es selbstverständlich für Mädchen ohne Make Up, Nagellack und in Uniform die Schule zu besuchen. Wenn Jungen zu lange Haare haben und diese über die Ohren wachsen, werden sie kurzerhand vom Lehrer geschnitten. Mit der Einverständniserklärung der Eltern ist es ebenso den Lehrern erlaubt, die Schüler zu schlagen. Regelmäßige Polizeibesuche gehören zum Schulalltag um die Drogenprobleme an Schulen zu kontrollieren.
Beeindruckt waren die Schüler von besonderen Bräuchen wie zum Beispiel an Weihnachten einen glitzernden Hut aufzusetzen. Oder, wenn eine Kuh geschlachtet wird, dass bei Einladungen das frische Blut mit Milch vermischt wird und in einer Trinkschüssel an alle Gäste weitergereicht wird.
Musik ist in Südafrika ein Ausdruck des Glücks. Überall wird gesungen und getanzt. So auch bei uns im Klassenzimmer, ein typisch afrikanischer Tanz große Ermunterung brachte.
Am Ende unseres Südafrika-Tages waren die Schüler positiv überrascht, dass sie bei einem Native Speaker so viel verstanden haben und ihr Hörverstehen in ihrer Fremdsprache geschult wurde. Wissbegierig stellten sie Fragen, die aus dem direkten Erfahrungsschatz des Native Speakers klar und verständlich beantwortet wurden.
Einen besonderen Dank gilt der Schulleitung, vor allem Herrn Michael Wild, der mit seiner finanziellen Unterstützung diesen Tag hat überhaupt möglich werden lassen. Herzlichen Dank an Sie von allen beteiligten Schülern für diesen unvergesslichen Tag!
Tanja Schneider