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Schulrätetagung in der Grund- und Mittelschule Baunach

Schulrätetagung in der Grund- und Mittelschule Baunach

Die Schulrätinnen und Schulräte aller oberfränkischen Schulamtsbezirke, sowie der Bezirksregierung Bayreuth besuchten am Donnerstag, den 26.10.2017 die Grund- und Mittelschule Baunach. Sie wollten sich über den Stand der Schulentwicklung der Schule Baunach informieren.

Im Mittelpunkt der Vorträge standen folgende drei Themen.
- Die Mittelschule auf dem Weg zur Implementierung des LehrplanPlus der Mittelschule in der Schule und im Verbund
- Die Stärkung der Förderung in der Mittelschule: Darstellung des Förderkonzepts und der konkreten Umsetzung
- TAFF: Entwicklung des Schulversuchs an der Schule / im Verbund und aktuelle Neukonzeption
Rektor Michael Wild eröffnete die Veranstaltung und skizzierte die Situation der Schule Baunach sowohl im Verband als auch im Verbund.
LehrplanPlus an der Mittelschule Baunach
Beim ersten Themenschwerpunkt berichtete Konrektor Rudolf Hennemann über den Stand der Implementierung des neuen LehrplanPlus. Er hob hierbei hervor, dass mit der beginnenden Umsetzung des neuen Lehrplans in der 5. Jahrgangsstufe ein erster und wichtiger Schwerpunkt auf der Förderung der Sozialkompetenz liege. Des Weiteren haben sich die Kolleginnen und Kollegen des Schulverbundes Oberes Maintal (MOM) darauf geeinigt, die Leittextmethode und die Portfolioarbeit in den Fokus ihres Unterrichts zu nehmen. Leittexte finden sich auch in den unterschiedlichen Abschlüssen der Mittelschule und so könne von Grund auf an diese Arbeitsweise herangeführt werden. Die Portfolioarbeit, weil sie stärkeorientiert sei und begleitet durch ein entsprechendes Feedbackverfahren die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen der Schülerinnen und Schüler gut reflektiert werden können. Der vierte Schwerpunkt in der Umsetzung des neuen Lehrplans liege in der Etablierung eines Förderkonzepts an der Grund- und Mittelschule Baunach. Hierbei konnte Herr Hennemann gleich zum nächsten Themenschwerpunkt überleiten.
Darstellung des Förderkonzepts und der konkreten Umsetzung
Das Motto des Förderkonzepts an der Schule Baunach lautet: „Brücken und Wege bauen – Hand in Hand.“ Die erste Brücke, so Herr Hennemann, gilt es schon vom Kindergarten in die Grundschule zu bauen. Hier kooperieren die Grundschul-lehrerinnen mit den Erzieherinnen der Kindergärten im Schulverband, um möglichen Förderbedarf bereits bei den Vorschulkindern zu begegnen. Hier finden auch schon erste wichtige Gespräche mit den Eltern statt. Eine weitere Brücke stelle der Übergang von der Grundschule in die Mittelschule dar. Auch hier wurden verschiedene „Bausteine“ installiert, um beispielweise durch eine Onlinediagnose den Lernstand der Kinder zu ermitteln und individuelle Förderansätze zu erarbeiten. Die letzte große Brücke ist der Übergang von der Schule in den Beruf. Herr Hennemann stellte den „Baustein“ Netzwerk 4+1 vor. Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse arbeiten hierbei immer donnerstags in einem Betrieb. Zum Halbjahr wechseln sie den Praktikumsplatz. Dieser Praxistag wird zum festen Bestandteil ihrer Schulwoche, so dass die Anforderungen der Arbeitswelt den Schülern immer präsent sind und sie somit mit Unterstützung ihres Klassenlehrers in ihrer Berufsorientierung unterstützt werden. Die Mittelschule Baunach kooperiert hierbei mit einer Vielzahl regionaler Firmen.
Das Netzwerk 4+1 und das Förderkonzept sind integrale Bestandteile des Schulversuches TAFF – Talente finden und fördern, dem nächsten Schwerpunkt bei der Präsentation.
TAFF – Talente finden und fördern
Die Mittelschule Baunach beteiligt sich seit Beginn des Schuljahres 2015/16 am Schulversuch „Talente finden und fördern“, der durch die Stiftung Bildungspakt Bayern initiiert wurde und fachlich begleitet wird.
Ein wichtiges Ziel dieses Schulversuches ist die „systematische und gezielte Förderung von (verborgenen) Talenten und Begabungen, die durch bestehende Angebote noch nicht hinreichend angesprochen werden, insbesondere mit Blick auf die Berufsorientierung als Profil der Mittelschule.“
In Ausrichtung auf dieses Ziel entwickelte die Mittelschule Baunach konzeptionell ein differenziertes Angebot zur Förderung von Begabungen und Talenten, das mit Beginn des Schuljahres 2015/16 fest etabliert wurde. So wurden in Anlehnung an die Inhalte der drei berufsorientierenden Fächer spezifische Angebote entwickelt, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen sich in ihrer Persönlichkeit zu stärken und neue Fähigkeiten bzw. Talente zu entdecken. Auch im künstlerisch - musischen Bereich wurde das Angebot so erweitert, dass die Schülerinnen und Schüler durch das Einbringen ihrer Talente das Schulklima positiv beeinflussen und letztlich zur Stärkung des Schulprofils beitragen können. Wichtig bei der Konzeption der verschiedenen „Bausteine“ ist, dass diese nicht isoliert „dastehen“, sondern aufeinander aufbauen und ineinandergreifen, so dass die Schülerinnen und Schüler ihre Talente auch längerfristig erweitern und vertiefen können. So wurde TAFF in einer konzeptionellen Weiterentwicklung integraler Bestandteil des Unterrichts z.B.: durch die Portfolioarbeit in der 5. Klasse. Lehrerfeedback und die Selbstreflexion der Schüler dienen gleichsam als Klammer aller TAFF – Bausteine.
TAFF – Workshops
Im zweiten Teil des Besuchs konnten sich die Schulrätinnen und Schulräte ein ganz konkretes Bild davon machen, wie in einigen TAFF – Maßnahmen gearbeitet wird.
AG – visuelle Medien
Unter der Leitung von Alexander Pianski produzieren die Schüler/-innen kurze Filme, beginnend von der Entwicklung des Storyboards bis hin zur Bearbeitung am Computer. Auf der Homepage der Schule Baunach www.schulebaunach.de können diese betrachtet werden.
Netzwerk 4 + 1
Unterstützt von Thomas Förtsch stellten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse ihre Erfahrungen, die sie im letzten Schuljahr bei dieser Form des Praktikums gesammelt haben und ihre „betriebliche Lernaufgabe“ den Schulräten vor.
AG – Versuchs doch mal
Bei diesem Workshop wurden die Schulräte zum Mitmachen einge-laden. Gemeinsam mit Robert Barnickel zeigten die Schüler/- innen ihren Gästen, Verfahren zur Stofftrennung und wie man umgekehrt selbst Wunderkerzen herstellen kann.
AG – Erziehung und Pflege
Bei dieser Arbeitsgemeinschaft gehen unsere Schülerinnen und Schüler, fachlich begleitet von Bettina Zenk in den örtlichen Kindergarten oder ins Senioren-heim. Für diesen Workshop kamen die Kindergartenkinder zum gemeinsamen Basteln aus Sankt Oswald zu uns in die Schule. Auch im Umgang mit kleinen Kindern oder mit alten Menschen können Talente gefunden werden.
X-pert I
Hinter dieser Abkürzung steckt die Bezeichnung des europäischen Führer-scheins, den die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule beim Besuch dieser AG erwerben können. Elisabeth Distler, die diese leitet, erarbeitete mit den Schülern am Computer Rätsel - Arbeitsblätter, die sich auf den Unterrichtsstoff der 2. Klasse beziehen.
AG - Handwerk
Unter Anleitung von Benjamin Roderer lernen die Schüler, wie ein Werkstück von der Idee, über die Planung bis hin zur Ausführung entsteht. An Hand der Werkstücke aus den letzten beiden Jahren, einer Schokokusswurfmaschine und einer Bank für unsere Lesepaten, konnten dies die Schüler/innen unseren Gästen anschaulich erklären.
„Sweet and fresh“
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Schulrätinnen und Schulräte von der Schülerfirma „sweet and fresh“ zum Essen eingeladen. Unter der Leitung von Melanie Wachter servierten die Schüler/innen den Gästen Kürbis-cremesuppe, Zwiebelkuchentoast und eine Quarkspeise als Nachspeise.
Voll des Lobes zeigten sich die Schulrätinnen und Schulräte hinsichtlich der guten Arbeit der Lehrer/innen an der Schule Baunach und vor allem mit Blick auf die freundlichen, aufgeschlossenen und zuvorkommenden Schülerinnen und Schüler, denen sie begegneten.